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Festredner Manfred Bartl erinnerte an die Zeit kurz nach der Grenzöffnung zwischen Ost und West vor gut 20 Jahren. Damals noch Hoffnung, heute Realität seien Züchterwerkstätten in Sachsen und Thüringen wie in alten Zeiten und wieder große Schauen in Leipzig. Es sei ein fantastisches, flächendeckendes Netzwerk entstanden, das aber mehr und mehr Löcher bekomme. Es sei Aufgabe der Verbände, eine Trendumkehr einzuleiten.
Aus Anlass des 50. Todestages von Christian Scheiding beleuchtete Manfred Bartl dessen Vorreiterrolle im Hannoveranischen Geflügelzuchtverein, im Zwerghuhnverband und im Club der Chabozüchter. Waren viele Zwerghuhnrassen zunächst eher beim gehobenen Bürgertum zu finden, so ist es Christian Scheiding mit seinen Publikationen gelungen, den Zuspruch der Allgemeinheit zu gewinnen.
Auch nach der heutigen Philosophie des Clubs der Chabozüchter reichen Ausstellungen alleine nicht aus, um das Interesse am Vereinsgeschehen immer wieder neu zu beleben. Der Club sei für alle da, die mehr erwarten - für Familien mit Kindern, ältere Personen zur Bereicherung des Lebensabends, Gartenfreunde und Tierliebhaber. Das Mitgestalten sei ein Schlüssel zum Erfolg. Die Mitgliedschaft in einem Ortsverein als Voraussetzung zum Eintritt in einen Sonderverein ist nach Manfred Bartl nicht mehr zeitgemäß.
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